Einsatz "FEU3-VEG, Mähdrescher und Feldbrand"
In unmittelbarer Nähe zu einem Wohngebiet in Warsleben geriet am Nachmittag ein Mähdrescher auf einem Feld in Brand. Der Brand breitete sich auf dem Feld zügig aus. Die Feuerwehr wurde zunächst mit dem Stichwort FEUER2 alarmiert (Feuerwehr Ausleben mit allen Einheiten), fand beim Eintreffen den in voller Ausdehnung brennenden Mähdrescher und einen sich schnell fortentwickelnden Flächenbrand vor, der in der Spitze eine mehrere hundert Meter Breite Feuerfront hatte. Der Brand breite sich aufgrund des Windes und der Topographie hauptsächlich in Richtung Norden aus, wobei insbesondere an der Brandausbruchsstelle auch die Gefahr der Ausbreitung auf die unmittelbar angrenzende Wohnbebauung bestand. Neben den Anwohnern, die zum Schutz ihre Hecken und das umliegende Gras mit Gartenschläuchen wässerten, wurden hier vom Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Ausleben drei C-Strahlrohre als Riegelstellung vorgenommen. Das Alarmstichwort wurde durch die Feuerwehr auf Feuer 3 Vegetation erhöht, womit auch die Feuerwehren Am Großen Graben und Wulferstedt zur Einsatzstelle gerufen wurden.
Die Besatzung des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges 10/6 Ausleben ging an der Landesstraße 104 zwischen Warsleben und der Bundesstraße 245 mit dem Auftrag in Stellung, das Feuer hier zu stoppen. Unmittelbar waren auch drei Landwirte mit Pflügen und anderen landwirtschaftlichen Geräten zu Hilfe geeilt und zogen Schneisen vor dem Brand, so dass es gelungen ist, die Brandausbreitung an der Landesstraße 104 tatsächlich zu stoppen. Hier wurde im weiteren Verlauf die FF Wulferstedt für Nachlöscharbeiten und Kontrollen eingesetzt. Trotzdem war eine Vollsperrung der Straße notwendig, weil zum einen Rauch über die Straße zog und damit die Sicht für die Autofahrer behinderte und weil auf der Straße Einsatzkräfte tätig waren, um von hier aus den Brand zu bekämpfen. Die FF Am Großen Graben hatte bereits vorher eine Wasserversorgung aus einem offenen Gewässer zur Einsatzstelle aufgebaut und unterstützte aktiv bei der Brandbekämpfung am Mähdrescher, zum Schutz der Wohnhäuser.
Einen großen Dank möchten wir an unsere Landwirte richten, die sich sofort selbständig zur Einsatzstelle begeben haben, um die Brandbekämpfung zu unterstützen. Ohne diese Unterstützung wäre ein Stoppen der Brandausbreitung nicht so schnell gelungen. Ebenfalls danken möchten wir den Anwohnern und Nachbarn, die zunächst beim Schutz der Grundstücke unterstützten und im weiteren Verlauf Getränke für die Einsatzkräfte zur Verfügung stellten.