Jahreshauptversammlung
Das Leben wird oft mit einer Schachtel Pralinen verglichen – man weiß nie, was man bekommt. Dieser Ausspruch aus dem Film Forrest Gump von 1994 beschreibt auch treffend das Leben und die Herausforderungen, die uns als Feuerwehrkameraden begegnen. Zu Beginn eines Jahres sind wir nie genau darauf vorbereitet, welche Aufgaben auf uns zukommen werden, doch auch in diesem Jahr haben uns die vielfältigen Anforderungen und Einsätze gezeigt, wie wichtig es ist, gut auf alles vorbereitet zu sein.
Ein zentrales Thema, das uns alle betrifft, ist die Planung. Hier gibt es unterschiedliche Ansichten, aber für uns ist vor allem der erste Schritt entscheidend: Begeisterung. Jeder von uns sollte die Pläne unserer Feuerwehr kennen, sich damit auseinandersetzen und – vor allem – begeistert davon sein.
Hauptthematik der Jahreshauptversammlung : Neuwahlen des Fördervereinsvorstandes.
Mit einstimmigen Ergebnis darf Henrik R. (2 von r.) als Vorstandsvorsitzender zukünftig unsere Interessen vertreten & Veranstaltungen organisieren.
Dabei bekommt er tatkräftige Unterstützung von unseren zukünftigen stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Clemens K. (1 von l)
Wir Bedanken uns bei unseren vorherigen Vorstand für ihre Nerven, Mühen & tollen Leistungen.
Im vergangenen Jahr wurde unsere Feuerwehr zu insgesamt 21 Einsätzen gerufen. Darunter befanden sich acht Brände und ein Einsatz, bei dem Menschenleben in Gefahr waren. Drei von fünf Gebäudebränden waren außerhalb unserer Gemeinde. Besonders positiv war die bewährte Zusammenarbeit mit der Feuerwehr am Großen Graben, die uns in einem Einsatz in Hamersleben von großem Nutzen war. Schon auf der Anfahrt wurde der Einsatzablauf gemeinsam geplant, was die effektive und reibungslose Zusammenarbeit unter Beweis stellte.
Das vergangene Jahr hat uns erneut gezeigt, dass der Feuerwehrdienst weit mehr umfasst als nur das Löschen von Bränden. Unsere technische Hilfe wurde insgesamt 13 Mal benötigt – sei es bei Türöffnungen, Tragehilfen oder der Beseitigung von Ölspuren. Glücklicherweise mussten wir im letzten Jahr keinen Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen bewältigen.
Ein Ereignis zu Jahresbeginn war, dass unser HF 10/6 im Rahmen eines Katastrophenschutzeinsatzes im Landkreis Mansfeld-Südharz angefordert wurde – ein Zeichen dafür, dass die Einsätze im Katastrophenschutz zunehmen.
Ein weiterer Einsatz zeigte uns, dass Feuerwehr oft mehr bedeutet als große Brände und schwere Unfälle. Eine Frau stürzte vor unserem Gerätehaus, und ein Kamerad fand sie blutend und benommen auf. Er leistete sofort Erste Hilfe und alarmierte den Rettungsdienst. Die Leitstelle gab an, dass der Rettungswagen zeitlich länger bräuchte , wodurch sie unsere Kameraden zur Unterstützung ruft. Dies ist leider kein Einzelfall mehr, weshalb die Zusammenarbeit mit den Maltesern intensiviert wurde. Auch unser Erste-Hilfe-Ausbildungsplan wurde weiter ausgebaut, und dieser Schwerpunkt wird auch im kommenden Jahr weiterhin verfolgt.
Ein weiterer Einsatz, der uns sehr beeindruckte, war die Rettung von 50 Schafen, die sich in einem unbeleuchteten Bereich auf der Straße befanden. Der Tierhalter war nicht erreichbar, und so mussten wir spontan eine Taktik zur Schafbergung entwickeln. Einer unserer Gruppenführer sprang als Rettungsschwimmer hinter einem Schaf in den Großen Graben, um es vor dem Ertrinken zu retten. Zwei weitere Gruppenführer erlitten Verletzungen, als sie von aufgeregten Schafen angesprungen wurden. Dieser Einsatz zeigte uns, dass wir uns künftig nicht nur auf die Rettung von Tieren in Notsituationen, sondern auch auf die Evakuierung von Nutztieren vorbereiten müssen.
Unsere Feuerwehr besteht aus 109 Mitgliedern, von denen 32 Einsatzkräfte sind, 16 davon sind Atemschutzgeräteträger. Im vergangenen Jahr haben wir insgesamt 44 Lehrgänge besucht – ein starkes Zeichen für unsere hohe Einsatzbereitschaft. Dennoch bleibt die Herausforderung des Personalmangels tagsüber weiterhin bestehen - Bei einem Einsatz müssen 22 Funktionen besetzt werden, was uns nicht immer gelingt.
Besonders stolz sind wir auf die hohe Beteiligung bei Ausbildungen und Übungen. Feuerwehr bedeutet praktische Teamarbeit, und genau diese muss regelmäßig geübt werden, um im Ernstfall schnell und effektiv agieren zu können.
Gemeinsam werden wir diesen Weg weitergehen, unsere Stärken nutzen und uns stetig verbessern. Nur durch den kontinuierlichen Austausch und die Bereitschaft, uns weiterzuentwickeln, bleibt unsere Feuerwehr stark und einsatzbereit.
Gemeinsam für eine starke Feuerwehr!
Bild zur Meldung: Jahreshauptversammlung