Ausbildungstag der Feuerwehr Ausleben: Sicherheit, Technik und Kameradschaft
Am 02. Mai führte die Feuerwehr Ausleben einen umfangreichen Ausbildungstag durch und setzte damit den Schlusspunkt unter ein sehr arbeitsintensives Wochenende. Nach den Vorbereitungen und dem Maifeuer am 30. April sowie den Aufräumarbeiten und der Maifeier am 1. Mai stand am Samstag noch einmal die fachliche Aus- und Fortbildung im Mittelpunkt.
Der Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück. In ruhiger Atmosphäre wurde der Ablauf besprochen, bevor es anschließend in den ersten Ausbildungsblock ging. Thema war der Umgang mit den neuen Safety Belts, einem zusätzlichen Halte- und Sicherungssystem an den Atemschutzgeräten. Diese Systeme dienen dazu, Feuerwehrangehörige im Einsatz besser zu sichern, insbesondere wenn sie sich in absturzgefährdeten Bereichen bewegen oder in besonderen Notlagen selbst retten müssen.
Zunächst übten die Kameradinnen und Kameraden das Halten und Rückhalten. Dabei geht es darum, eine Einsatzkraft so zu sichern, dass sie sich gefahrlos in einem bestimmten Bereich bewegen kann, ohne in einen Gefahrenbereich zu geraten oder abzustürzen. Im Anschluss folgten Übungen zur Selbstrettung. Diese kann beispielsweise dann erforderlich werden, wenn Atemschutzgeräteträger in einem Obergeschoss eingeschlossen sind und der reguläre Rückweg nicht mehr nutzbar ist. In solchen Fällen kann das sichere Abseilen aus einem Fenster ein möglicher letzter Ausweg sein. Genau solche Abläufe müssen regelmäßig geübt werden, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.
Nachdem in diesem Ausbildungsabschnitt zunehmend Sicherheit gewonnen wurde, ging es in den kameradschaftlichen Teil der Mittagspause über. Gemeinsam wurde gekocht und gegessen, bevor am Nachmittag der zweite Schwerpunkt begann: Technische Hilfeleistung nach einem Verkehrsunfall.
Geübt wurde das Szenario „Pkw-Unfall mit eingeklemmter Person“. Bei solchen Einsatzlagen kommt es darauf an, schnell, strukturiert und zugleich besonders schonend vorzugehen. Je nach Verletzungsmuster und Lage des Fahrzeugs kann es unterschiedliche Rettungswege geben. Deshalb wurden verschiedene Varianten der Sofortrettung und der schnellen Rettung praktisch trainiert. Eine Sofortrettung ist dann erforderlich, wenn eine Person unmittelbar aus einer lebensbedrohlichen Lage befreit werden muss. Bei der schnellen Rettung steht ebenfalls die zügige Befreiung im Vordergrund, jedoch mit einem möglichst kontrollierten und patientenschonenden Vorgehen.
Im praktischen Teil wurden unter anderem das Entfernen von Türen, das Schaffen einer sogenannten „dritten Tür“, das Abnehmen des Fahrzeugdaches sowie das Öffnen des Kofferraumes geübt. Diese Maßnahmen dienen dazu, Platz für die Rettung zu schaffen und die eingeklemmte Person möglichst sicher an den Rettungsdienst übergeben zu können. Neben den standardisierten Abläufen wurden auch zahlreiche praktische Erfahrungen, kleine Kniffe und bewährte Vorgehensweisen unter den Kameraden ausgetauscht. Gerade dieser Erfahrungstransfer ist ein wichtiger Bestandteil guter Feuerwehrarbeit.
Nach Abschluss der Übungen wurde die gesamte Technik gereinigt, kontrolliert und wieder vollständig auf den Fahrzeugen verlastet. Auch das gehört zu einem Ausbildungstag dazu.
Ab 18:00 Uhr wurde der Ausbildungstag mit einem gemütlichen Kameradschaftsabend abgeschlossen. Bei Slush-Eis und Pizza ließen die Kameradinnen und Kameraden den Tag gemeinsam ausklingen. Damit zeigte sich einmal mehr, was Feuerwehr ausmacht: fachliche Ausbildung, verlässliche Technik, gegenseitiges Vertrauen und eine starke Gemeinschaft.
Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die diesen Ausbildungstag vorbereitet, durchgeführt und unterstützt haben. Solche Dienste stärken nicht nur die Einsatzbereitschaft, sondern auch den Zusammenhalt innerhalb der Feuerwehr Ausleben.
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