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Einsatz "FEU4VEG - Wald- und Flächenbrand "

 Foto vom Album:
Einsatznummer
016/2026
Einsatztitel
FEU4VEG - Wald- und Flächenbrand
Alarmierung
am 09.08.2026 um 15:34 Uhr
Einsatzende
am 10.08.2026 um 00:13 Uhr
Einsatzort
Gröningen
Beschreibung des Einsatzes

Am Nachmittag des 9. August 2026 wurden die Feuerwehren zu einem Vegetationsbrand an der Bundesstraße 81 zwischen Gröningen und Kroppenstedt alarmiert. Aus einem zunächst rund 20 Meter langen Böschungsbrand entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit ein ausgedehnter Feld- und Waldbrand. Begünstigt durch die trockene Vegetation, den Wind und das leicht ansteigende Gelände griff das Feuer zunächst auf ein Stoppelfeld und anschließend auf den angrenzenden Waldbestand über.

Mit der schnellen Vergrößerung der Einsatzstelle stiegen auch die Anforderungen an die Einsatzführung erheblich. Die Führungsgruppe der Verbandsgemeinde Westliche Börde unterstützte die Einsatzleitung deshalb bei der Herstellung und Fortschreibung des Lagebildes, der Gliederung der Einsatzstelle, der Dokumentation sowie der Koordinierung der eingesetzten Einheiten und weiterer Beteiligter.

Der Einsatz wurde in mehrere Einsatzabschnitte gegliedert. Die Schwerpunkte lagen auf der Verteidigung des Waldbestandes, der Brandbekämpfung am Waldrand und innerhalb des Waldes, der Löschwasserversorgung sowie der Führung des Bereitstellungsraumes. Insgesamt waren rund 148 Einsatzkräfte an der Bewältigung der Lage beteiligt.

Eine besondere Herausforderung stellte die dynamische Brandausbreitung dar. Zeitweise musste abgewogen werden, ob der betroffene Waldbereich weiter verteidigt werden konnte. Aufgrund der verfügbaren Einsatzkräfte, der aufgebauten Löschwasserversorgung und der Unterstützung durch die Landwirtschaft entschied sich die Einsatzleitung für eine kontrollierte und sicherheitsorientierte Verteidigung des Waldes. Dabei hatte der Schutz der Einsatzkräfte jederzeit oberste Priorität.

Landwirte unterstützten die Feuerwehren mit Bodenbearbeitung und leistungsfähigen Wassertransporten. Zusätzlich wurden Tanklöschfahrzeuge, eine Wasserentnahme aus der Bode und mehrere Kreisregner eingesetzt. Drohnen- und Wärmebildaufnahmen ermöglichten es, die Brandausbreitung zu beurteilen und verborgene Glutnester gezielt zu lokalisieren. Brennende oder stark geschädigte Bäume mussten teilweise gefällt, zerlegt und anschließend abgelöscht werden.

Gegen 19:27 Uhr konnte „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden. Vollständig beendet war der Einsatz damit jedoch noch nicht. Wiederholt aufflammende Glutnester machten umfangreiche Nachlöscharbeiten und eine Brandwache während der Nacht erforderlich. Am Morgen des 10. August wurde die Einsatzstelle erneut begangen und mit einer Wärmebilddrohne kontrolliert. Dabei konnten noch kleinere Glutnester festgestellt und weiter überwacht werden.

Nach Abschluss der akuten Gefahrenabwehr wurde die Einsatzstelle zur weiteren Beobachtung und forstlichen Nachsorge an das Landeszentrum Wald übergeben. Der Feuerwehreinsatz endete am Nachmittag des 10. August 2026.

 

Unser Dank gilt allen eingesetzten Feuerwehren, den unterstützenden Landwirten, dem Rettungsdienst, der Polizei, den forstlichen Fachkräften und allen weiteren Beteiligten. Durch das gemeinsame und koordinierte Handeln konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindert werden.

Am Einsatz beteiligte Fahrzeuge