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Ausbildungsdienst - landwirtschaftliche Maschinen und LKW
Am Freitag führte die Einsatzabteilung einen praxisorientierten Ausbildungsdienst zum Thema „Einsatzlagen an landwirtschaftlichen Maschinen und LKW“ durch. Ziel der Ausbildung war es, die Einsatzkräfte mit den besonderen Gefahren, technischen Rahmenbedingungen und taktischen Anforderungen vertraut zu machen, die bei Unfällen und Bränden in diesem Bereich auftreten können.
Im Mittelpunkt standen dabei sowohl Szenarien der Technischen Hilfeleistung als auch Fragestellungen der Brandbekämpfung. Betrachtet wurden insbesondere Einsatzlagen mit austretenden Betriebs- und Gefahrstoffen, eingeklemmten oder gequetschten Personen sowie Unfallereignisse, bei denen Personen durch Maschinenbewegungen oder Anbauteile verschüttet oder eingeschlossen werden können. Damit wurde der Fokus bewusst auf besondere Schadenslagen gelegt, die sich deutlich von klassischen Verkehrsunfällen mit PKW unterscheiden.
Im praktischen Teil konnten die Kameradinnen und Kameraden verschiedene landwirtschaftliche Fahrzeuge und Arbeitsmaschinen aus nächster Nähe besichtigen und aus feuerwehrtaktischer Sicht bewerten. Vorgestellt und erläutert wurden unter anderem Traktoren, ein Teleskoplader, eine Kartoffelrodemaschine, verschiedene Spritzen sowie weitere Anbaugeräte. Dabei ging es insbesondere um einsatzrelevante Aspekte wie Zugänge zur Fahrerkabine, Abschaltmöglichkeiten, Gefahren durch gespeicherte Energien, hydraulische Systeme, rotierende oder nachlaufende Teile, besondere Fahrzeugabmessungen sowie mögliche Gefährdungen durch mitgeführte Stoffe.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Rettung von Personen aus erhöhten Maschinenkabinen. Hierbei wurde auch praktisch mit der Rettungsplattform gearbeitet, um die sichere und patientenschonende Rettung aus landwirtschaftlichen Großmaschinen zu trainieren. Gerade bei modernen Arbeitsmaschinen mit hohen Einstiegen und großen Fahrzeugkonturen ist dieser Ausbildungsbaustein von besonderer Bedeutung.
Ergänzend dazu bestand die Möglichkeit, an einem LKW eines örtlichen Kraftfahrers einsatzrelevante Erfahrungen zu sammeln. Auch hier wurden Besonderheiten im Vergleich zu gewöhnlichen PKW-Lagen betrachtet, insbesondere hinsichtlich Fahrzeughöhe, Zugänglichkeit, Sicherheitsausstattung, Brandgefahren sowie taktischer Maßnahmen bei Menschenrettung und Gefahrenabwehr.
Abschließend wurde das gesamte Betriebsgelände im Rahmen eines operativ-taktischen Studiums begangen. Dabei konnten wichtige Erkenntnisse für mögliche Einsatzlagen vor Ort gewonnen werden. Thematisiert wurden unter anderem Zufahrten, Bewegungsflächen, besondere Gefahrenbereiche, das Feuerwehrschlüsseldepot, die Löschwasserversorgung sowie neuralgische Punkte für die Brandbekämpfung. Besondere Aufmerksamkeit galt den erhöhten Brandlasten auf landwirtschaftlichen Anwesen, möglichen chemischen Stoffen, Gasdruckbehältern sowie weiteren anlagenspezifischen Risiken.
Ein herzlicher Dank gilt dem Stiftungsgut für die Möglichkeit, die Ausbildung in diesem Umfang vor Ort durchführen zu dürfen, für die umfassenden Einblicke in die betrieblichen Abläufe und Maschinen sowie für die offene und engagierte Unterstützung. Ebenso danken wir dem örtlichen Kraftfahrer für die Bereitstellung des LKW und die damit verbundene Unterstützung unserer Ausbildungsarbeit.
Bild zur Meldung: Ausbildungsdienst - landwirtschaftliche Maschinen und LKW








